21.12.2022
Videoplattform

So gelingt sicheres Video Hosting

Wir erklären, was man unter sicherem Video Hosting versteht und geben Tipps, damit Ihre Videos sicher und rechtskonform gehostet werden.

Inhaltsverzeichnis

Product Launches in Livestreaming, Werbe- und Marketingvideos für potenzielle Kunden oder Onboarding Videos als Bildungsmaßnahme für neue Mitarbeiter: Videoinhalte dienen Unternehmen in vielen Bereichen als wertvolle Tools.

Um diese bereitzustellen, müssen Unternehmen Hürden nehmen. Neben einem ausreichend großen Server und technischem Support müssen sie etwa über Maßnahmen zum Schutz vor unbefugten Zugriffen auf sensiblen Content verfügen. Viele Unternehmen können neben ihrem Tagesgeschäft nicht alle dieser Anforderungen in ausreichender Qualität erfüllen.

Video Hosting Anbieter schaffen Abhilfe, indem sie genau diese Aufgaben übernehmen.

 

Definition: Was ist Video Hosting?

Unter Video Hosting versteht man einen externen Dienst, über den Unternehmen ihre Videoinhalte hochladen können. Die Videoplattform, die als Videohost fungiert, speichert die Inhalte auf eigenen Servern. Jedes hochgeladene Video erhält einen Einbettungscode. Über diesen integrieren die Unternehmen den Content anschließend auf der eigenen Webseite.

Professionelles Video Hosting bietet Unternehmen einige Vorteile:

- Entlastung unternehmenseigener Server

- keine Belastung der Ladegeschwindigkeit der Unternehmenswebseite

- einfache Organisation von Videoinhalten

- Kundenbetreuung bei technischen Problemen

- größere Reichweite des Videocontents

 

Entlastung unternehmenseigener Server

Free Hosting oder Paid Hosting?

Das Hosting von Videos bieten Anbieter kostenlos oder gegen Gebühr an. Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile. Welche von diesen für ein spezifisches Video relevant sind, hängt von der Art des Videos, der Zielgruppe und dem anvisierten Ziel ab.

Ein Marketing und ein Onboarding Video etwa verfolgen nicht dieselben Absichten und eignen sich nicht zwangsweise für dasselbe Hosting-Format. Unternehmen können je nach Video variieren, für welches System sie sich entscheiden. Beides hängt außerdem von der Strategie für das Video Content Marketing und der generellen Video-Strategie ab.

 

Kostenloses Video Hosting

Kleine Unternehmen mit stark begrenztem Budget müssen unter Umständen zu kostenlosen Angeboten greifen. Diese sind für Marketingvideos, die eine möglichst große Reichweite haben sollen, gut geeignet. Allerdings konkurrieren die eigenen Videos mit tausenden von anderen und können schnell unprofessionell wirken.

Dieser Eindruck entsteht durch fehlende Branding Optionen und unzureichende Einbettungsoptionen auf der einen und Werbeeinblendungen auf der anderen Seite. Gerade letzterer Punkt ist von großer Bedeutung: Die eingespielte Werbung könnte konträr zu den eigenen Unternehmensleitlinien stehen oder sogar von direkten Konkurrenten stammen.

Fehlende Optionen im Hinblick auf Monetarisierung, Schnittstellen zu Anwendungsprogrammen sowie Marketing- oder Salestools mindern den Nutzen kostenloser Angebote weiter. Auch der technische Support fällt oft minimal aus.

 

Hosting gegen Gebühr

Die Gebühren, die für Paid Hosting anfallen, garantieren eine exklusive Präsentation der eigenen Inhalte zu besseren Übertragungsraten. Außerdem bieten diese Plattformen ihren Nutzern zusätzliche Optionen. Welche das sind, hängt vom gebuchten Paket ab.

Die Wahl zwischen der Verwendung einer Anwendung des Hosting-Dienstes zum Hochladen der Videos oder einer API gehört meist zur Standardausstattung. Auch Analysetools für Views, Engagement, Shares und viele weitere Faktoren sind grundlegende Features von Paid Hosting. Hauptmerkmal bezahlter Anbieter sind aber vor allem die besseren Sicherheitsfeatures, die Inhalte und Nutzer gleichermaßen schützen.

Bei der Wahl eines Anbieters von Paid Hosting sollten Unternehmen genau vergleichen: Nicht jeder bietet dieselben Funktionen. Hier sollte gewählt werden, wer am genauesten zu den eigenen Anforderungen passt.

 

4 Tipps für sicheres Video Hosting

Auf der Suche nach einem passenden Anbieter zum Hosten der eigenen Videos sollten vier Bereiche besonders in Betracht gezogen werden:

 

4 Tipps für sicheres Video Hosting

1. Content Delivery Network

Paid Hosting unterscheidet sich von Free Hosting vor allem durch die zusätzlichen Optionen. Grundlage jeder Marketingstrategie oder Bildungsmaßnahme ist jedoch das Video selbst. Dieses in guter Qualität wiederzugeben, ist deshalb unerlässlich.

Video Host Provider nutzen dafür ein sogenanntes Content Delivery Network, kurz CDN. Dieses unterstützt den Empfang der Videos beim Endnutzer. Dafür leiten sie eine Kopie der Daten vom Ausgangsserver an einen Server weiter, der sich geografisch näher am Nutzer befindet.

Durch das Aufrufen der Videos vom näheren Server laden sie weniger lange und werden nicht während des Ansehens unterbrochen. Das ist insbesondere bei der Übertragung von Live-Videos relevant. Große Videos in hoher Auflösung benötigen oft ebenfalls länger zum Laden und profitieren vom Einsatz eines CDNs.

Selbstverständlich muss zuerst sichergestellt werden, dass sämtliche Nutzer die Videos überhaupt aufrufen können. Das muss unabhängig vom verwendeten Gerät möglich sein. Gegeben ist das bei browserbasierten Plattformen.

 

2. API Access

Durch Programmierschnittstellen können Unternehmen Inhalte oder Dienste von Drittanbietern einbinden. Das kann beispielsweise für den Workflow oder die Nutzung bestimmter Analysetools von Bedeutung sein.

Nicht jeder Video-Host-Dienst bietet eine solche API an. Andere stellen API Access nur für bestimmte Drittanbieter zur Verfügung. Hier sollten Unternehmen genau abwägen, ob ihre Anforderungen erfüllt sind.

 

3. Optionen für die Monetarisierung

Werden Videoinhalte als Produkte angeboten oder sollen die Gebühren für Paid Hosting über die Videos selbst wieder eingenommen werden, sind Monetarisierungsoptionen zwingend notwendig. Hier bieten sich drei Formen an:

- Werbung

- Pay-per-View

- Abonnement

Hauptsächlich die beiden letzteren Punkte sind nicht nur als Einnahmen zu sehen, sondern auch ein wichtiger Baustein im Bereich der Sicherheit. Personen, die durch eine solche Paywallgeschützte Inhalte ansehen möchten, müssen in der Regel eine Registrierung durchführen. So kann sichergestellt werden, dass nur berechtigte Nutzer auf die entsprechenden Videos zugreifen.

 

4. Sicherheit

Veranstaltungssicherheit ist einer der Hauptaspekte bei der Wahl eines Hosts für Videos. Diese teilt sich in zwei Bereiche: die Sicherheit der Inhalte und die Sicherheit der Kunden.

Sensibler Videocontent muss vor Diebstahl gesichert werden. Video Host Anbieter stellen deshalb sicher, dass der Prozess des Hochladens keine Schwachstellen aufweist und ausreichend verschlüsselt ist. Zusätzlich geben sie ihren Kunden Optionen zur weiteren Sicherung an die Hand. Dazu gehören beispielsweise der Schutz von Videos durch ein Passwort, Whitelisting sowie Domain-, IP- und geografische Einschränkungen.

Aufseiten der Unternehmenskunden muss der Datenschutz beim Ansehen der Videos gewährleistet werden. In Deutschland und der EU gelten dafür die Regelungen der jeweiligen Datenschutz-Grundverordnung, nämlich der DSGVO und GDPR. Hier empfiehlt sich oft, einen Anbieter aus den entsprechenden Ländern zu wählen, da diese die Verordnungen erfüllen.

 

Fazit

Unternehmen, die auf der Suche nach einem Anbieter sind, um ihre Videoinhalte zu hosten, sollten sich über ihre Anforderungen klar sein. Inhalt und Zielgruppe eines jeden Videos sollten darüber entscheiden, welche Art des Video-Hostings besser geeignet ist.

Unternehmensinterne oder anderweitig sensible Inhalte profitieren von den höheren Sicherheitsstandards von Paid Hosting. Videos, die exklusiv zahlenden Kunden zur Verfügung stehen, machen Unternehmen besser ebenso über diese Form des Hostings zugänglich.

Marketingvideos, bei denen es vorrangig um die Reichweite geht, sind dagegen besser auf der Plattform eines freien Anbieters aufgehoben. In vielen Fällen stellen Unternehmen verschiedene Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen bereit. Hier lohnt sich, zwei Anbieter zu kombinieren, um die Vorteile von Free Hosting und Paid Hosting gleichzeitig nutzen zu können.

Anbieter von Paid Hosting sollten einige grundlegende Anforderungen erfüllen. Dazu gehören eine browserbasierte Plattform, die ein CDN für eine bessere Wiedergabe nutzt, die Möglichkeit zur Einbindung von Drittanbieter-Apps, Optionen zur Monetarisierung von Videos sowie die Konformität mit den jeweils geltenden Datenschutz-Grundverordnungen.

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